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ÖREK-Partnerschaft "Räumliche Dimensionen der Digitalisierung"

Die ÖREK-Partnerschaft „Räumliche Dimensionen der Digitalisierung“ hat Ende 2020 die Arbeit aufgenommen.  Ziel der Partnerschaft ist es, das Thema der „räumlichen Dimension der Digitalisierung“ in seiner Breite für Österreich umfassend aufzuarbeiten. Dabei soll eine gemeinsame Wissensbasis für die Akteure der Partnerschaft geschaffen und die Handlungsmöglichkeiten der Raumordnung bzw. Raumentwicklung aufgezeigt werden.

     

    Fachveranstaltung #2 am 8. Oktober 2021

    Nach einer erfolgreichen ersten Fachveranstaltung im Mai 2021, die sich einem Querschnitt räumlicher Wirkungen der Digitalisierung gewidmet hat, lag der Fokus dieser Veranstaltung auf den Bereichen „Wohnen, Arbeiten und Freizeit“. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die digitale Transformation der Arbeitswelt und die Frage wie aus Sicht der Raumplanung mit den einhergehenden räumlichen Veränderungen, wie der Hybridisierung von Wohnraum, dem Bedeutungszuwachs von ortsunabhängiger Arbeit, aber auch der ungleichen räumlichen Verteilung des Digitalisierungspotentials, umzugehen ist.

    Als Keynote sprach Thomas Kralinski (ehem. Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär des Landes Brandenburg, Gründer und Vorstand des Thinktanks Das Progressive Zentrum und Mitglied der Arbeitsgruppe „Zukunftsforum Berlin-Brandenburg“) über Innovationskorridore als Antwort auf die Raumwirksamkeit der Digitalisierung und gibt Einblick in die Zukunftsvision für Berlin-Brandenburg.

    Im Abschlussdialog wurden von Alexandra Bernhardt (VillageOffice.ch), Hannes Raffaseder (Digital Makers Hub) und Julia Scharting (Standortagentur Tirol) Initiativen aus der Schweiz, Oberösterreich und Tirol präsentiert, die sich neuen Organisationsformen wie dem Coworking und der Telearbeit, aber auch der ganz zentralen Frage der Weiterentwicklung von Fachkräften widmen.

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    Fachveranstaltung #1 am 7. Mai 2021

    Die Digitalisierung erweist sich zunehmend als eine treibende Kraft, die massiven Einfluss auf die Zukunftsgestaltung von Städten und Regionen in Österreich nehmen wird. Digitalisierung verändert räumliche Bewegungsmuster, beeinflusst das Standortverhalten, den sozialen Austausch und die räumliche Wahrnehmung. Direkt und indirekt nimmt Digitalisierung Einfluss auf die räumliche Entwicklung.

    Die rasante Beschleunigung der Digitalisierung im Kontext der Corona-Pandemie hat zudem eine kaum vorstellbare Flexibilisierung der Arbeitswelt ermöglicht, den Strukturwandel im Einzelhandel vorangetrieben und einen „Digitalen Sprawl“ befördert. Inwieweit diese und weitere Tendenzen die Raumentwicklung auch nachhaltig prägen werden ist nicht nur als Zukunftsfrage, sondern als Gestaltungsauftrag zu verstehen. Doch was genau bedeutet dies für die Raum- und Landesplanung? Welche Handlungserfordernisse gehen damit in städtischen und ländlichen Räumen einher?

    Im Rahmen einer virtuellen Fachveranstaltung am 7. Mai 2021 wurden in Impulsvorträgen und Diskussionsrunden die räumlichen Wirkungen der Digitalisierung in verschiedenen Themenfeldern erörtert und deren Relevanz für Instrumente und Prozesse der Planung diskutiert.

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    Hintergrund

    Städte und Regionen stehen inmitten eines sich beschleunigenden und vielschichtigen Wandels: wirtschaftlich, technologisch, ökologisch, demografisch und sozial. Gleichzeitig stehen sie vor der Aufgabe, politisch-planerische Entscheidungsprozesse neu aufzusetzen, unternehmerische und zivilgesellschaftliche Interessen stärker einzubeziehen sowie soziale Innovationen verstärkt anzustoßen wie auch zu nutzen.

    Die Digitalisierung ist ein Treiber, eine Unsicherheit, eine Herausforderung, aber auch eine Aufforderung, stärker eine proaktive Rolle in die Gestaltung des Wandels einzunehmen. Im Rahmen der ÖREK-Partnerschaft wird die Digitalisierung „vom Kopf auf die Füße“ gestellt, um zu fragen: Wie können über den intelligenten Einsatz digitaler Technologien wirkungsvolle und nachhaltige Beiträge zu Bewältigung aktueller Herausforderungen (Klimawandel, infrastrukturelle Kapazitätsgrenzen und Ressourcenknappheit, Integration, fiskalische Austerität etc.) geleistet werden?

    Akteure der Partnerschaft

    BMLRT, BMK, BMDW, Bundesländer: Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien;  Österreichischer Städtebund, Österreichischer Gemeindebund

    Der Zuschlag für die inhaltliche und prozesshafte Begleitung der ÖREK-Partnerschaft ging an eine Arbeitsgemeinschaft, die vielfältige Expertisen vereint. Die Gesamtkoordination liegt am future.lab der TU Wien, das gemeinsam mit dem Forschungsbereichen Soziologie und Örtliche Raumplanung (ebenfalls TU Wien), der AustriaTech, der Zukunftsorte-Plattform und dem Verein LandLuft arbeitet. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründe der handelnden Personen werden genutzt, um eine differenzierte Sicht auf Herausforderungen und Chancen in Stadt und Land entwickeln zu können.

    Der Bearbeitungsprozess

    Die Arbeit in der Partnerschaft ist in folgende drei Teile gegliedert.

    1. Zu Beginn der Bearbeitung wird eine Querschnittsstudie verfasst, die unterschiedliche raumwirksame Trends systematisiert und bewertet. In Abstimmung mit den Mitgliedern der Partnerschaft wird eine Fokussierung auf die relevantesten und zeitlich naheliegenden Wirkungsfelder vorgenommen.

    2. Eine tiefgehende Betrachtung wird in Workshops und Fachveranstaltungen vorangetrieben, die unter dem Titel „Welches planerische und raumbezogene Handeln erfordert die Digitalisierung“ gesetzt wurden.

    3. Im abschließenden Teil rückt die Gestaltbarkeit der Digitalisierung in Österreich in den Fokus. „Szenarien und planerische Handlungsansätze“ ist der Titel, die Reflexion bzw. Weiterentwicklung von bestehenden Planungsprinzipien das Ziel.

    Flankierend werden ergänzende Formate über den gesamten Bearbeitungsprozess eingesetzt.

    Erwartete Ergebnisse

    • Studie zur Räumlichen Dimension der Digitalisierung mit einem Querschnitt über raumrelevante Herausforderungen und Potentiale
    • Ergebnisse von Fachveranstaltungen zu ausgewählten Themenbereichen
    • Ergebnisse einer gemeinsame Reflexion bzw. Weiterentwicklung von bestehenden Planungsprinzipien der Raumplanung und Entwicklung von Szenarien und Visionen für verschiedene räumliche Ebenen;

    Veranstaltung: Räumliche Dimension der Digitalisierung am 18. Oktober 2019

    Am Freitag, den 18. Oktober 2019 fand in der ÖROK eine Fachveranstaltung zur „Räumliche Dimension der Digitalisierung“ statt, mit dem Ziel, das Thema im Rahmen der ÖROK erstmals grundsätzlich aufzubereiten.Im Vordergrund standen bei dieser Veranstaltung der Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie Digitalisierung und Standortwicklung.

    Das Ziel war es, Chancen und Risiken der Digitalisierung für die räumliche Entwicklung sowie mögliche, mit der Digitalisierung verbundene räumliche Herausforderungen und Trends zu diskutieren und der Frage nachzugehen, ob bzw. welche Instrumente der Raumentwicklung geeignet sind, um diese Auswirkungen auf den Raum aufzugreifen.

    Hier kommen Sie zu den Präsentationen der Veranstaltung.