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INTERREG EUROPE 2021-2027

In der Förderperiode 2021-2027 wird die interregionale Kooperation zwischen den Regionen aus ganz Europa fortgesetzt. Auch im neuen Interreg Europe Programm steht das gemeinsame Lernenim Vordergrund, um regionale Entwicklungspolitiken (inkl. inklusive der Strukturfonds-Programme für "Investitionen in Beschäftigung und Wachstum") in ihrer Umsetzung zu verbessern und auf diese Weise die Wirksamkeit der Kohäsionspolitik zu stärken. Dieses Programmziel soll durch den Austausch von Erfahrungen und innovativen Ansätzen unter den beteiligten regionalen Policy-Akteuren sowie durch gemeinsames Capacity Building erzielt werden. Dabei sollen Good Practices identifziert und in die regionalen Entwicklungspolitiken transferiert werden. Interreg Europe ist daher ein Förderprogramm für den Kapazitätsaufbau von politikverantwortlichen Stellen in den europäischen Regionen. Hauptzielgruppe von Interreg Europe sind  die regionalen Policy-Akteure, welche die regionale Entwicklungspolitiken gestalten und umsetzen. 

Um das Gesamtprogrammziel zu erreichen setzt das Programm Interreg Europe auf zwei komplementäre Maßnahmen, welche auf den Ansatz der Programmperiode 2014-2020 aufbauen: 

  • Auf der einen Seite wird das Programm interregionale Kooperationsprojekte unterstützen, im Rahmen derer regionale politikverantwortliche Stellen ihre Erfahrungen austauschen und von einander lernen sollen, um das Erlernte in die eigene Praxis zu integrieren.
  • Zum anderen wird Interreg Europe die Policy Learning Platform (PLP) fortführen, um Policy Learning und Vernetzung auch unabhängig von Projekten zu ermöglichen. 

Der Kooperationsraum hat sich im Unterschied zu Programmperiode 2014-2020 verkleinert, da Großbritannien aufgrund des BREXIT aus dem Programmgebiet ausgetreten ist. Zukünftig können die Regionen aus den EU27-Staaten, Norwegen und der Schweiz miteinander im Rahmen von Interreg Europe kooperieren und von einander lernen.

Programmierungsprozess und nächste Schritte:

Das Interreg Europe Programm 2021-2027 wurde im Rahmen des Programmierungsausschusses gemeinsam mit Experten und durch einen Konsultationsprozess mit Stakeholdern erarbeitet und Ende Juni 2021 finalisiert. Nach dem Hinzufügen der korrekten Verweise auf die im Juli veröffentlichten EU-Verordnungen und der letzten sprachlichen Überprüfung des Textes wurde das finale Programmdokument im September 2021 veröffentlicht. Die offizielle Einreichung bei der Europäischen Kommission ist anschließend für November 2021 geplant und es wird mit einer Genehmigung durch die Europäische Kommission Anfang 2022 gerechnet. Die erste Projektausschreibung wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 geöffnet. Weitere Informationen zum Programmierungsprozess finden Sie hier.

Am 24. und 25. November 2021 wird das neue Interreg Europe Programm im Rahmen der digitalen Auftaktveranstaltung "Europe, let's cooperate" präsentiert. Hier geht es zur Anmeldung.

Inhalte

Ziele, Prioritäten und Charakteristika des Programms

Finanzen

Informationen zu Programmbudget und Kofinanzierung

Management

Welche Stellen sind in das Programm involviert?

Umsetzung

Wie komme ich zu einem Projekt?

INTERREG EUROPE 2021-2027 | Programminhalte

Das neue INTERREG EUROPE Programm 2021-2027 ist in einem rund zweijährigen partnerschaftlichen Prozess entstanden - auf der Grundlage von Beiträgen zahlreicher Expert:innen und zahlreicher Konsultationen von Stakeholdern und relevanten Partnern. Aufgrund seines Programmziels, die Wirksamkeit der Kohäsionspolitik zu stärken, hat Interreg Europe das Interreg Spezifische Ziel 1 "Bessere Governance in Bezug auf die Zusammenarbeit" ausgewählt und ermöglicht es hierunter allen regionalen politischen Entscheidungsträger:innen zu allen Themen der Kohäsionspolitik zu kooperieren, welche in den entsprechenden EU-Verordnungen definiert sind: 

Um trotz der thematischen Breite einen Effekt erzielen zu können, wird das Programm 80% seiner Mittel auf eine bestimmte Themengruppe ("Gruppe 1") fokussieren. Die restlichen 20% der Programmmittel stehen allen anderen Themen der anderen spezifischen Ziele der Kohäsionspolitik ("Gruppe 2") zur Verfügung:

  • Gruppe 1 - alle Themen folgender spezifischer Ziele:
    • Alle Spezifischen Ziele des Politischen Ziels 1 - ein intelligenteres Europa
    • Alle Spezifischen Ziele des Politischen Ziels 2 - ein grüneres Europa
    • Unter dem Politischen Ziel 4 - ein sozialeres Europa, die Spezifischen Ziele für Arbeitsmarkt (SO4.1), Gesundheitswesen (SO4.4) sowie Kultur & nachhaltiger Tourismus (SO4.5)
  • Gruppe 2 - alle Themen folgender spezifischer Ziele:
    • Alle Spezifischen Ziele des Politischen Ziels 3 - ein stärker vernetztes Europa
    • Alle Spezifischen Ziele des Politischen Ziels 5 - ein bürgernahes Europa
    • Unter dem Politischen Ziel 4 - ein sozialeres Europa, die Spezifischen Ziele für Bildung (SO4.2), sozioökonomische Inklusion von benachteiligten Gemeinschaften (SO4.3) sowie für die Integration von Drittstaatenangehörigen (SO4.3bis).

Da in der INTERREG-Verordnung auch explizit die Verbesserung der Programme für "Investitionen in Beschäftigung und Wachstum" als Programmziel für Interreg Europe erwähnt sind, ist es eine Voraussetzung, dass mindestens eines der adressierten Policy-Instrumente pro Projekt ein Strukturfondsprogramm sein muss.

INTERREG EUROPE 2021-2027 | Finanzieller Rahmen

In der Periode 2021-2027 werden dem Interreg Europe Progarmm insgesamt 379,5 Mio. EUR an EFRE-Mitteln zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden Norwegen und die Schweiz Fördermittel für Institutionen ihrer Länder bereitstellen. Folgende Kofinanzierungsraten gelten voraussichtlich für die unterschiedlichen Projektpartner, Fonds und Länder:

Kofinanzierungsrate nach FondsNach rechtlichen Status bzw. Land
80% EFREÖffentliche sowie öffentlich-rechtliche Institutionen aus der EU
70% EFREPrivate Non-Profit-Organisationen aus der EU
50% Norwegische FördermittelÖffentliche, öffentlich-rechtliche und private Non-Profit-Institutionen aus Norwegen
XX% Schweizer FördermittelÖffentliche, öffentlich-rechtliche und private Non-Profit-Institutionen aus der Schweiz

Private Unternehmen sind bei Interreg Europe nicht förderfähig!

In den Kooperationsprojekten können sowohl öffentliche als auch private Eigenmittel für den nationalen Kofinanzierungsanteil (d.h. für den noch nicht durch die Fonds abgedeckten Anteil) eingebracht werden.

 

INTERREG EUROPE 2021-2027 | Programm-Management

Die Projektinteressenten und –träger können auch in dieser Periode auf bewährte Ansprechpartner zurückgreifen. Die zentralen Programmfunktionen werden durch die bisher betrauten Stellen weitergeführt: Die Region Hauts-de-France trägt als Verwaltungsbehörde die Gesamtverantwortung für das Programm. Auch im Gemeinsamen Sekretariat in Lille und bei den nationalen Kontaktpunkten in den Programmstaaten stehen erfahrene und gut vernetzte Kolleg:innen zur Verfügung.

Die Kontaktdaten der Programmstellen finden Sie auf der Programm-Website.

INTERREG EUROPE 2021-2027 | Programm-Umsetzung

Hier erfahren Sie Näheres zu den Anforderungen und Rahmenbedingungen einer Projekteinreichung sowie zur Umsetzung eines Projektes (voraussichtlich ab Anfang November 2021).

Beachten Sie bitte, dass dies das genaue Studium der Programmdokumente nicht ersetzen kann! Im Rahmen einer Projekteinreichung empfiehlt es sich daher dringend das Programme Manual (erst ab Herbst 2021 verfügbar) sowie das Programmdokument (Version September 2021) selbst genau zu studieren. 

Ansprechpartnerin:

Mag.a Anna Maria Kramann MSc.
Tel.: +43 (1) 53 53 444 - 21
E-mail: kramann(at)oerok.gv.at

letzte Aktualisierung: 22.9.2021