Österreich und die Alpenraumstrategie

Österreich hat die Entwicklung einer EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP) von Anfang an aktiv mitgestaltet und unterstützt. Österreichische Institutionen und Akteure beteiligen sich in vielfältiger Weise am Prozess und der Umsetzung der Alpenraumstrategie.

Österreich | Liechtenstein Gemeinsamer Vorsitz im Jahr 2025: Zusammenarbeit stärkt den Wandel

Im Jahr 2025 hatte Österreich gemeinsam mit dem Fürstentum Liechtenstein den Voristz in der EU-Strategie für den Alpenraum inne - unter dem Motto “Zusammenarbeit stärkt den Wandel”. 

Dabei nahmen in Österreich neben dem Bund (BMLUK gemeinsam mit BMEIA) die Bundesländer Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg eine aktive Rolle ein uns setzten thematische Schwerpunkte. Der Fokus lag auf drei zentralen Transformationsprozessen:

  • Mobilitätswende
  • Energiewende
  • Transformation der Bauwirtschaft

Von Seiten des Bundes wird zudem die territoriale Dimension der EUSALP mehr ins Blickfeld gerückt werden.

Außerdem spielten während des Vorsitzes Governance-Themen eine wichtige Rolle: Der Revisionsprozess des EUSALP-Aktionsplans, der Ende 2022 unter Vorsitz der Schweiz gestartet wurde, wurde abgeschlossen. Ebenso wurden die Weichen für die Arbeitsschwerpunkte der Aktionsgruppen für den Zeitraum 2026-2029 gestellt. Zudem wurde die technische Unterstützungsstruktur in Form des EUSALP Sekretariats (TSS) verbessert und mit einem Folgeprojekt im Rahmen des Alpenraumprogramms für die nächsten Jahre gesichert. 

Im Rahmen des Vorsitzes wurden folgende Materialien erstellt: 

  • Vorsitzbroschüre zum Download
  • State of the Territory Report for the Alpine Region, Expertenbericht im Auftrag des BMLUK
  • EUSALP in Maps / Kartensammlung 

Weitere Details finden Sie auch hier

Innerösterreichische horizontale Koordination

Die horizontale Begleitung der EUSALP auf nationaler Ebene erfolgt über die Nationale Koordination. In Österreich nimmt diese Funktion das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Land- & Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) wahr. Zusätzlich dazu sind die Bundesländer Tirol und Kärnten im Executive Board der EUSALP vertreten.

Im Einvernehmen mit dem BMEIA hat das BML eine österreichinterne Koordinationsplattform im Rahmen der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) eingerichtet, deren Hauptaufgaben die wechselseitige Information zu Themen/Aktivitäten in der EUSALP sowie von Relevanz für die EUSALP, deren gemeinsame Reflexion sowie die Erarbeitung von österreichischen Haltungen sind. Diese Koordinationsaufgaben werden einerseits durch den ÖROK-Ausschuss für EU-Kooperationen (A/Koop) als auch durch die ÖROK-Arbeitsgruppe Alpenraum wahrgenommen. In beiden Gremien sind Vertreter:innen der Bundesministerien, der Bundesländer, des Österreichischen Städtebunds, des Österreichischen Gemeindebunds sowie der Wirtschafts- und Sozialpartner eingebunden. In der Arbeitsgruppe Alpenraum sind die österreichischen Kernakteure der Alpenraumstrategie (z.B. österreichische Action Group Mitglieder, Alpenkonvention und die CIPRA Österreich) involviert. Sitzungen finden jährlich ein- bis zweimal statt.

Österreich nimmt aktiv an den Aktionsgruppen teil und hat den Ko-Vorsitz in den Aktionsgruppe 8 inne:

  • Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft, Abteilung III/4 gemeinsam mit der EURAC Bozen AG 8 - Verbesserung des Risikomanagements und bessere Bewältigung des Klimawandels, einschließlich Verhinderung größerer Naturgefahren
  • Zusätzlich dazu nimmt das Land Tirol in Vertretung der EVTZ Tirol, Südtirol, Trentino eine aktive Co-Leadrolle in AG 4 Mobiltät wahr. 

 

Im Jahr 2018 führte das Land Tirol den Vorsitz zur EUSALP

Am 7. Februar 2018 fand aus diesem Anlass eine offizielle Auftaktveranstaltung zur Tiroler Präsidentschaft unter dem Motto Zukunft gemeinsam gestalten in Innsbruck-Igls statt, bei der unter anderem das Arbeitsprogramm für das Jahr 2018 vorgestellt wurde. Unter dem Vorsitz Tirols standen die Themen Arbeitsmarkt, Mobilität, natürliche Ressourcen, Naturgefahren sowie Energie im Mittelpunkt.

Im Zuge der Präsidentschaft fanden einige Veranstaltungen statt. Näheres dazu finden Sie ebenfalls im Arbeitsprogramm.

Das 2. Jahresforum zur EUSALP fand am 21. und 22. November 2018 in Innsbruck, Tirol statt.

 

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