SearchMenü

Zentralität – neu

Ausgehend vom „Österreichischen Raumentwicklungskonzept 2001“ (ÖREK 2001) wurde im Rahmen des Ständigen Unterausschusses ein Programm zur Umsetzung und Anwendung des Konzeptes auf ÖROK-Ebene ausgearbeitet. „Zentralität – neu“ wurde als eines jener Themen festgelegt, die bearbeitet werden sollten.

Hintergrund war, dass das Prinzip der „dezentralen Konzentration“ und damit die Orientierung der räumlichen Entwicklung an einem „System der Zentralen Orte“ seit langem ein anerkannter Grundsatz der Raumplanung sind. „Zentrale Orte“ sind – zum Teil überarbeitet und ergänzt – in der Mehrzahl der österreichischen Bundesländer nach wie vor ein zentrales Element der Raumordnung und zumeist in den Landesentwicklungsprogrammen oder eigenen Raumordnungsprogrammen verankert. Des Weiteren findet die Zentralität von Orten oft bei Standortentscheidungen beziehungsweise Reorganisationsmaßnahmen der öffentlichen Hand Berücksichtigung.

In der Realität ist jedoch zu beobachten, dass sich hierarchische zentralörtliche Strukturen immer mehr auflösen: Im Stadtumlandbereich entstehen in Form von Fachmarkt- und Einkaufszentren neue Formen von Zentralität, während im ländlichen Raum durch den Rückzug von öffentlichen Einrichtungen (beispielsweise Bezirksgerichte, Postämter) Funktionen verloren gehen.

nach oben