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Stadtregionen

Projekt „Räumliche Entwicklungen in österreichischen Stadtregionen“ – Handlungsbedarf und Steuerungsmöglichkeiten

Ausgangspunkt für das Thema sind die dispersen Raumstrukturen im Umland der meisten Städte (auch Klein- und Mittelstädte in ländlichen Regionen), die weitere Verschiebung der Stadtregionsgrenzen mit wachsender Mobilität („The-100-miles-city“) sowie das Zusammenwachsen von Agglomerationsräumen mit zahlreichen Konsequenzen für die gesamte Region, wie beispielsweise Wanderungsbewegungen von Bevölkerung und Betrieben oder steigende Pendelwanderung.

Stadtregionen erweisen sich im Sinne dieser Betrachtungen als komplexe Systeme, in denen eine Vielzahl von Akteuren mit unterschiedlichen Interessen sowie mehrere Verwaltungsebenen aufeinander treffen. Um hier im Sinne einer integrierten Raumentwicklung tätig zu werden, sind verstärkte Kommunikation und Kooperation sowie gemeinsam festgelegte Spielregeln zwischen den Verwaltungsebenen und anderen Akteuren notwendig. In der Praxis wurden in den letzten Jahren in Österreich bereits verschiedene Initiativen gesetzt, um dem Problem der (weitgehend ungesteuerten) Entwicklung der Stadtregionen zu begegnen: Zum einen wurden Stadt-Umland-Managements eingerichtet (unter anderem Wien – Niederösterreich, Graz – Graz-Umgebung), zum anderen regionale Kommunikations- und Abstimmungsprozesse eingeleitet (z.B.: „vision rheintal“).

Das Hauptprojekt startete im Frühjahr 2007. Im Rahmen dieses ÖROK-Projekts wurde zuerst von einer kurzen Analyse des Ausmaßes der Entwicklungen anhand von ausgewählten Beispielregionen (Stockerau/ Korneuburg/ Wien 21, St. Johann im Pongau, Graz) der Handlungsbedarf von Seiten der öffentlichen Hand ausgelotet, wobei in der Analyse sowohl die Entwicklung ex post als auch in die Zukunft blickend behandelt wurde.

Aufbauend auf diesen Ergebnissen lag der Schwerpunkt des Projekts dann auf drei Handlungsbereichen (Nutzung von Bauland/ Zersiedelung, Verkehrsentwicklung, regionale Betriebsansiedelung) sowie „Regional Governance“ als Querschnittsmaterie und ging der Frage nach den Steuerungsmöglichkeiten von Seiten der öffentlichen Hand, wobei auch auf internationale good practice (insbesondere aus Deutschland und der Schweiz) zurückgegriffen wurde, nach.

Die Projektergebnisse wurden im Mai 2009 in der ÖROK-Schriftenreihe (Band 179) dokumentiert. Ergänzende Materialien stehen hier zum Download bereit:

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