SearchMenü

Erreichbarkeitsverhältnisse

Die Erreichbarkeit von überregionalen und regionalen Zentren stellt ein wesentliches Maß der Versorgungsqualität der Bevölkerung mit öffentlichen Einrichtungen sowie ihrer Teilnahmemöglichkeiten an Bildungs- und Qualifizierungsangeboten und am regionalen Arbeitsmarkt dar. Die Verbesserung der Erreichbarkeit insbesondere der überregionalen Zentren kann eine Verringerung regionaler Disparitäten und eine Verbesserung der räumlichen Entwicklungschancen nach sich ziehen.

Aktuell

Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für die neue ÖROK-Erreichbarkeitserhebung 2016, wobei auch eine Aktualisierung der Erreichbarkeitsanalyse aus dem Jahr 2007 vorgenommen werden soll. Die Ergebnisse sollen im Spätherbst 2017 vorliegen und im Rahmen der ÖROK-Schriftenreihe veröffentlicht werden.

Die Erreichbarkeitsmodelle wurden anhand aktueller Daten aus dem Jahr 2005 neu berechnet, um das Verkehrsangebot und die Versorgungsqualität der österreichischen Bevölkerung mit zentralörtlichen Einrichtungen wie Ämtern und Schulen abbilden und analysieren zu können. Als Maß für die Versorgungsqualität wird dabei jener Anteil der Bevölkerung ermittelt, der innerhalb eines definierten zumutbaren Zeitraums das nächstgelegene regionale oder überregionale Zentrum im werktäglichen Verkehr erreichen kann.

Als überregionale Zentren sind alle Landeshauptstädte sowie zusätzlich Villach, Krems, Wiener Neustadt, Wels, Steyr, Leoben, Feldkirch und Dornbirn definiert, überregionale grenznahe Zentren (beispielsweise Passau, Bratislava) werden berücksichtigt. Als regionale Zentren werden im Wesentlichen die Bezirkshauptstädte herangezogen.

Als „zumutbarer“ Reisezeitaufwand für regionale Zentren wurde ein Schwellenwert von 30 Minuten, für überregionale Zentren einer von 50 Minuten definiert. Im ÖPNRV muss zudem eine Verbindung innerhalb definierter Zeitintervalle gegeben sein.

Aus den Ergebnissen der Untersuchung lässt sich zusammenfassend feststellen, dass die Erreichbarkeiten im ÖPNRV oft an die direkte Nähe zu den Zentren und eine entsprechend dichte Siedlungsstruktur gekoppelt sind, während durch den MIV – bei entsprechenden topographischen Voraussetzungen – großflächigere Erreichbarkeiten gegeben sind. Vielfach spiegelt diese Situation die Wechselwirkung von Angebot und Nachfrage wider.

Ausgewählte Karten der Erreichbarkeitsstudie sind im "ÖROK-Atlas online" integriert und unter www.oerok-atlas.at abrufbar.

nach oben