SearchMenü

Projekt „Energie und Raumentwicklung“

Ausgehend von der Hypothese „Steigender Energiebedarf versus Verknappung fossiler Rohstoffe / steigende Energiepreise“ wurde das ÖROK-Projekt „Energie und Raumentwicklung - Räumliche Potenziale erneuerbarer Energieträger“ gestartet. Projektlaufzeit: Jänner 2006 - Dezember 2008.

Das Projekt wurde von der Österreichischen Raumordnungskonferenz bei Research Studio iSPACE (Projektleitung Thomas Prinz, ispace.researchstudio.at) und dem Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen SIR (www.salzburg.gv.at/sir_haupt) beauftragt.

Die Potenziale erneuerbarer Energieträger werden systematisch und räumlich differenziert modelliert sowie kartografisch und in Diagrammen aufbereitet. Die Modellierung der energetischen Potenziale umfasst die erneuerbaren Energieträger Solarkraft, Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, Umgebungswärme, hydrothermale Geothermie und oberflächennahe Geothermie und erfolgt mittels eines Top-Down Ansatzes.

Dieser Ansatz basiert auf der Modellierung der theoretisch verfügbaren Potenziale der einzelnen Energieträger, d. h. den rein unter physikalischen Gesichtspunkten betrachteten und durch lokale Gegebenheiten bedingten energetischen Potenzialen. Danach findet eine Reduktion der theoretischen Potenziale auf technische Potenziale statt, wobei ausschließlich technologische Faktoren einfließen. Anschließend werden eingeschränkte technische Potenziale und Szenarien modelliert. Diesen liegen ausgewählte Annahmen über die Rahmenbedingungen bzw. Restriktionen der einzelnen Energieträger zugrunde. Der Schwerpunkt liegt dabei auf raumbezogenen Einschränkungen. Durch die österreichweit vergleichbare grafisch-kartografische Darstellung der Potenziale sind insbesondere räumliche Wirkungen und der spezifische Flächenbedarf der einzelnen Energieträger ersichtlich.

Im Rahmen des Projektes werden weiters Vorschläge zu potenzialbezogenen Strategien und Maßnahmen in der Raumordnung für die Inwertsetzung dieser Potenziale entwickelt. Die erarbeiteten Strategien und Maßnahmen verfolgen das Ziel der "Unterstützung der Nutzung von Potenzialen heimischer erneuerbarer Energie" und werden zu Strategiefeldern gebündelt. Diesen Strategien sind bevorzugte Raumordnungsinstrumente zur Umsetzung zugeordnet. Gleichzeitig werden jene Energieträger hervorgehoben, die durch die jeweilige Strategie besonders gut beeinflusst werden können. Die folgenden Strategien versuchen diesem Spektrum Rechnung zu tragen:

- Rechtliche Verankerung des Klimaschutzes
- Raumforschung
- Publikation von Kriterienkatalogen und Leitfäden für Erzeugungsanlagen, 
  Bau- und Siedlungsentwicklung
- Räumliche Festlegungen
- Energiekonzepte/Energieleitbilder/Energieplanungen
- Kooperationen im Rahmen der funktionellen Raumordnung
- Öffentlichkeitsarbeit und Modellvorhaben

Nachhaltige Energiesysteme bedürfen allerdings parallel zur Forcierung erneuerbarer Energieträger einer Drosselung des Energiebedarfes durch Einsparungs- bzw. Effizienzsteigerungsmaßnahmen!

Projektkommunikation
Im Rahmen des Projekts fanden zwei ExpertInnenworkshops statt, bei denen einerseits die Potenzialmodellierung und andererseits die Einschränkungen für die eingeschränkten technischen Potenziale und Strategien für Raumordnunginstrumente diskutiert wurden:
Dokumentation 1. ExpertInnenworkshop vom 16.4.2008
Dokumentation 2. ExpertInnenworkshop vom 16.9.2008                                                                                                                                     

Am 30. Oktober wurde das Projekt beim PlanerInnentag 2008 vorgestellt, der sich dem Thema "Klima.Raumplanung.aktiv" widmete. Dabei wurde der Bogen von allgemeinen Klimaschutzverpflichtungen Österreichs zu konkreten Maßnahmen und Strategien in der Raumordnung/Raumplanung gespannt.
Präsentationsfolien PlanerInnentag (ÖROK

nach oben