Multifunktionale Freiräume
Im Workshop des Ständigen Unterausschusses vom 11. Dezember 2002 wurde die „Sicherung der Multifunktionalität der Landschaft“ als ein weiteres Thema im Rahmen des ÖROK-Arbeitsprogrammes 2003-2005 definiert. Im Jahr 2003 erfolgte zunächst die Erarbeitung einer ersten Projektskizze.
Im April 2004 wurde von der ÖROK in Kooperation mit dem Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft eine Fachtagung zum Thema „Freiraum/Landschaft“ veranstaltet, welche auch Impulsveranstaltung zum ÖROK-Projekt „Multifunktionalität der Landschaft“ war.
FACHTAGUNG „FREIRAUM – MEHR ALS EINE RESTFLÄCHE?“ am 29. April 2004 in Wien
Ausgehend von den Ergebnissen der Fachtagung wurden weitere Ansatzpunkte für die Projektbearbeitung definiert und eine neue Projektskizze erarbeitet.
Der Projektstart erfolgte im Frühjahr 2005. Ziel des Projekts mit dem neuen Projekttitel „Steuerung von Nutzungsprozessen in multifunktionalen Freiräumen“ (Kurztitel „Multifunktionale Freiräume“) ist die Untersuchung von Freiräumen und deren Entwicklungen sowie des Zusammenwirkens der einzelnen Akteure in konkreten beispielhaften Raumtypen:
- (periphere) Waldgebiete (Problemtyp „Verwaldung“)
- Stadtregionen, Stadt-Umland
- Extensive Landwirtschaft - Tourismus
Im Rahmen des Projekts sollen vorrangig Steuerungsmöglichkeiten von Nutzungsprozessen und konkrete Maßnahmenvorschläge zum Umgang mit multifunktionalen Freiräumen aufgezeigt und für die einzelnen Akteure/Fachbereiche (z.B. Raumordnung, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wildbach- und Lawinenverbauung, Naturschutz, Wasserwirtschaft, Wirtschaft, Tourismus, Verkehr) aufbereitet werden. Ausgehend von den drei ausgewählten Raumtypen sollen Entwicklungsszenarien und Handlungsoptionen der einzelnen Akteure dargestellt werden.
Die Projektdurchführung erfolgte in Form einer Veranstaltungsreihe mit drei Workshops unter der fachlichen Begleitung des Büros „stadtland“ in Abstimmung mit der ÖROK-Arbeitsgruppe „Multifunktionalität“ und dem Ständigen Unterausschuss. Im Rahmen der Workshopreihe wurden die oben beschriebenen Inhalte in einem interaktiven Prozess von ExpertInnen aus Verwaltung, Forschung und Praxis gemeinsam diskutiert.
- Workshop I am 11. Oktober 2005: Bedeutung und Veränderung multifunktionaler Freiräume
- Workshop II am 15. Dezember 2005: Handlungsmöglichkeiten/Maßnahmen zum Umgang mit multifunktionalen Freiräumen
- Workshop III am 27. März 2006: Freiräume aus Sicht der Planung - Reflexion
Die Projektendergebnisse wurden in der ÖROK-Schriftenreihe 173 "Freiraum + Kulturlandschaft. Gedankenräume - Planungsräume" gemeinsam mit der Studie "Kulturlandschaftsforschung - Beiträge für eine nachhaltige Landschafts- und Raumentwicklung" im November 2006 publiziert.

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