ESPON 2013
Mit der neuen EU-Strukturfonds-Periode wurde 2007 das Programm ESPON 2013 im Rahmen des Ziels Europäische Territoriale Zusammenarbeit gestartet. Insgesamt mit ca. 45,4 Mio. Euro budgetiert, kommen etwa 34 Mio. davon aus EFRE-Mitteln (75% Co-Finanzierung). Die generelle Zielsetzung aus der vorangegangenen Periode von ESPON I – Raumforschung auf europäischer Ebene –bleibt erhalten. Hinzu kommt eine stärkere Ausrichtung an den Grundsätzen der Territorialen Kohäsion.
Folgende 5 Programm-Prioritäten wurden formuliert:
- Angewandte Forschung zur räumlichen Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Kohäsion: Erkenntnisse über räumliche Trends und Politikwirkungen
- Zielgruppenorientierte Analysen auf der Basis von Nutzerbedürfnissen: Entwicklung unterschiedlicher Raumtypen in europäischer Perspektive
- Wissenschaftliche Grundlagen und Werkzeuge: vergleichbare regionalstatistische Daten, Analyse-Werkzeuge und wissenschaftliche Unterstützung
- Bewusstseinsbildung, Befähigung und Beteiligung: Leistungsfähigkeit, Dialog und Vernetzung
- Kommunikation und technische/analytische Hilfestellung
Die angewandte Forschung des Programms wird wieder im Rahmen von transnationalen Projektgruppen erfolgen, die sich auf Basis von europaweit durchgeführten öffentlichen Ausschreibungen etablieren. Zielgruppe dieser Ausschreibungen sind in erster Linie öffentliche und quasi öffentliche Forschungsinstitutionen.
Auch die organisatorische Struktur blieb in der neuen Periode erhalten: Als Verwaltungsbehörde fungiert weiterhin das Ministerium für Inneres und Raumplanung in Luxemburg, die für die operativen Tätigkeiten durch eine Koordinationsstelle (Coordination Unit) unterstützt wird. Im Begleitausschuss (Monitoring Committee), der für die prinzipielle Ausrichtung sowie Auswahl von Projekten des ESPON-Programms verantwortlich ist, ist neben jeweils einem Repräsentanten der teilnehmenden Länder (27 EU-Mitgliedstaaten sowie 4 Partnerländer Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz) auch die Europäische Kommission vertreten. Dezentral agieren auf nationaler Ebene sogenannte ESPON Contact Points. Für Österreich übernimmt diese Aufgabe die ÖROK-Geschäftsstelle.


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