Projektcharakteristika
Die Periode 2007-2013 unterscheidet sich bei transnationalen Projekten neben der thematischen Ausrichtung auf Lissabon und Göteborg vor allem durch die erhöhte Outputorientierung der Projekte.
Hier folgen nun Empfehlungen, wie ein transnationales Projekt aussehen sollte:
Einbettung in übergeordnete Strategien!
Das zukünftige transnationale Projekt...
- trägt zur Erfüllung der Ziele auf Programmebene bei
- ist in nationale (z.B. in Österreich: "strat.at") und
- transnationale (z.B. Alpenkonvention) Strategien eingebettet.
Nicht bei Null anfangen!
Das zukünftige transnationale Projekt...
- geht auf die Charakteristika des Programmraums ein,
- baut auf bereits bestehendes Wissen auf und
- wählt dabei einen innovativen und integrierten Ansatz.
Ergebnisse für Land & Leute!
Das zukünftige transnationale Projekt...
- ist ergebnisorientiert. Das Projekt strebt klar definierte, greifbare und konkrete Ergebnisse an.
- ist umsetzungsorientiert, z.B. über Pilotprojekte. Ist die Realisierung der Projektziele im Projekt nicht möglich, so bereitet das Projekt die Umsetzung der Ziele außerhalb des Projektes vor (z.B. mit Hilfe eines anderen Förderprogramms).
- führt Aktivitäten durch bzw. vermittelt die Ergebnisse so, dass das Projekt in den Regionen wahrgenommen wird (Sichtbarkeit).
Eine ausgewogene Partnerschaft!
Das zukünftige transnationale Projekt...
- verfügt über eine Partnerschaft, die alle für die Umsetzung der Projektziele relevanten Akteure umfasst (Schlüsselakteure, Entscheidungsträger)
- nutzt Erfahrungsaustausch und Netzwerke um die Projektziele umzusetzen (kein Erfahrungsaustausch zum Selbstzweck)
- hat klare, effiziente und transparente Managementstrukturen
Neben diesen allgemeinen, für alle drei transnationalen Programme geltenden Hinweisen sieht das OP des Alpenraumprogramms für Projekte folgende strategische Prinzipien vor:
Innovationsorientierter Ansatz
Innovation ist ein übergeordnetes Leitbild des Programms. Dies beinhaltet Innovationen bei Projektthemen, Partnerschaften und Methoden, aber auch bei der Anwendung neuer Technologien.
Gebirgsorientierter Ansatz
Obwohl das Programmgebiet sehr unterschiedliche geographische Gegebenheiten abdeckt, wird es durch die Alpen, ihre Potenziale, Ressourcen und Probleme charakterisiert. Aus diesem Grund soll dem Gebirgsraum besondere Beachtung geschenkt werden.
Integrativer Ansatz
Das Programm fördert Kooperationen auf vertikalen (zwischen verschiedenen Ebenen), horizontalen (zwischen verschiedenen politischen und fachlichen Sektoren) und geographischen (zwischen politisch-administrativen Grenzen) Integrationsebenen.
Nachhaltigkeit und Chancengleichheit
Das Leitbild der Nachhaltigkeit gemäß Art. 17 der VO (EG) Nr. 1083/2006 und das Prinzip der Chancengerechtigkeit und Nichtdiskriminierung gemäß Art. 16 der VO (EG) Nr. 1083/2006 muss von allen Projekten befolgt werden.
Klarerweise sollen Projekte auch die Ziele auf Programmebene erfüllen, diesbezüglich sind v.a. die folgenden Prinzipien zu beachten:
- Weiterentwicklung vorhandener Potenziale im Alpenraum
- Einbindung relevanter Akteure und politische Unterstützung
- Aufbau auf bisherigen Ergebnissen und Erfahrungen
- Konkrete und sichtbare Projektaktivitäten
- Koordinierung mit anderen relevanten EU-Programmen
Ob eine Förderung prinzipiell in Anspruch genommen werden kann, wird vor allem anhand der folgenden technischen Kriterien geprüft:
- Transnationale Projektpartnerschaft, also Partner aus mindestens 3 Ländern (wovon 2 EU-Mitgliedsstaaten sein müssen)
- Keine Förderung durch andere EU-Programme
- Zeitgerechtes Einreichen & Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen
Die eigentlichen Selektionskriterien messen den Antrag in inhaltlicher Hinsicht. Hiezu wird auf die bereits oben erwähnten Prinzipien zurückgegriffen. Weitere erwünschte Charakteristika werden im Programme Implementation Handbook beschrieben (u.a. zum Projektmanagement) bzw. im Zuge der Calls in den jeweiligen Terms of Reference beschlossen.
Weitere Informationen dazu im Programme Implementation Handbook:



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