Finanzieller Rahmen
Das Programm hat ein Gesamtvolumen von rund 130 Mio. Euro, wovon knapp 98 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereit gestellt werden.
Im "Auftrag" Österreichs wurden aus dem EFRE 8,8 Mio. Euro dem Alpenraumprogramm zugewiesen, dieser Betrag hat aber keinerlei Aussagekraft auf die Höhe der tatsächlichen Zuweisungen an österreichische Projektpartner! Die Entscheidung über die Förderung von Projekten im Rahmen von transnationalen Programmen hängt von ihrer Qualität und nicht von etwaigen nationalen Quoten ab.
Rund 32 Mio. Euro sind Mittel, die in den sieben Nationalstaaten aufgebracht werden müssen. Wie das geschieht, ist von Staat zu Staat unterschiedlich (siehe dazu FactSheet 2.3: How to receive national co-funding?), in Italien gibt es z.B. eine zentrale nationale Förderstelle („fondo di rotazione“), in Österreich muss sich jeder Projektpartner um eine individuelle Förderung bemühen (z.B. durch Landesregierung oder Ministerien) oder selbst entsprechende (sofern öffentliche!) Eigenmittel aufstellen.
Die Aufteilung der Finanzmittel auf die drei thematischen Prioritäten erfolgte ziemlich ausgeglichen:
| Priorität | Summe (EUR) |
davon EFRE (EUR) |
davon nationale Mittel (EUR) |
|---|---|---|---|
| Summe | 129.980.630 | 97.792.311 | 32.188.319 |
| 1) Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Alpenraums |
42.333.776 | 32.173.670 | 10.160.106 |
| 2) Räumlicher Zugang und Vernetzungs- qualität |
36.286.096 | 27.577.433 | 8.708.663 |
| 3) Umwelt und Risikoprävention | 42.333.776 | 32.173.670 | 10.160.106 |
| 4) Technische Hilfe | 9.026.982 | 5.867.538 | 3.159.444 |
Über die 4. Priorität „Technische Hilfe“ werden Strukturen und Aktivitäten zur Unterstützung der Programmabwicklung finanziert.
Bislang wurden die nationalen Mittel der österreichischen Projektpartner mit europäischen Mittel (EFRE) im Ausmaß von bis zu 50% kofinanziert. Im neuen Programm kann der Anteil europäischer Fördermittel auch höher sein (bis zu 76%), die national von den Projektpartnern aufzubringenden Gelder spielen somit eine geringere Rolle. Gefördert werden können allerdings nur mehr öffentliche Mittel, somit keine privaten Eigenmittel.
Private Projektpartner sind daher möglich, sofern sie nationale Kofinanzierung aus öffentlichen Mitteln zugesprochen bekommen.
Die Budgetmittel des Programms müssen formell auf den Zeitraum von 2007-2013 aufgeteilt werden, die jeweiligen Jahrestranchen können aber verlustfrei auch noch 2 Jahre später (anfangs sogar 3 Jahre) verwendet werden (Stichwort „n+2-Verlust“). Somit sind Programmaktivitäten theoretisch bis ins Jahr 2015 möglich.



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